Aus dem Hafenmeisterbüro

Willkommen im Logbuch

Hier entstehen die Notizen, die in eine App nicht passen. Was im Logbuch landet, woher die Recherche kommt, und warum die Beiträge auf Deutsch und Englisch erscheinen.

Dalbi ist eine App, kein Verlag. Aber zwischen 1.102 Anlegestellen, 99 amtlichen Sicht- und Schallsignalen und einem Wasserstraßennetz von Saarland bis Rügen bleibt einiges übrig, das in keine Kartenanzeige passt: Geschichten zu einzelnen Anlegern, Erläuterungen zur Gelbe-Welle-Zertifizierung, kurze Rechercheprotokolle, Hintergründe zur Routing-Logik. Dieses Logbuch ist der Ort dafür.

Was hier landet

Der Plan ist nicht, möglichst viele Beiträge zu produzieren. Der Plan ist, dass jeder Beitrag etwas Konkretes festhält, das einer App nicht hilft, aber jemandem unterwegs schon. Sechs Kategorien sind vorgesehen:

  • Bootsanleger — einzelne Stationen porträtiert. Wo liegt der Anleger genau, was kostet die Nacht, wer betreibt ihn, welche Versorgung gibt es. Beginnend mit Mosel, Spree und Müritz.
  • Wasserwandern — Tagesetappen und Mehrtagestouren mit Karte, Pegelhinweisen und realistischen Zeitangaben.
  • Gelbe Welle erklärt — was die Zertifizierung des Deutschen Tourismusverbands seit 2004 eigentlich abdeckt, was sie nicht abdeckt, und wie sie sich von kommerziellen Sterne-Klassifizierungen unterscheidet.
  • Kanu — Anleger und Wasserwanderrastplätze, die für Kanuten gedacht sind. Mit Hinweisen zu Umtragestellen, Bootsabstellplätzen und Zustiegen.
  • Marinas & Bootstankstellen — größere Häfen, Diesel- und Benzin-Stellen, Öffnungszeiten ab Saison.
  • Sichtzeichen & Pegel — die 99 amtlichen Wasserstraßen-Zeichen aus der WSV-Referenz und wie sich aktuelle Pegelstände auf Wasserstraßen-Routing auswirken.

Wie recherchiert wird

Standortdaten kommen aus OpenStreetMap, Wasserstraßendaten aus dem Netz der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Beides ist offen lizenziert — ODbL v1.0 beziehungsweise dl-de/by-2-0. Fotos stammen aus eigenen Aufnahmen, Betreiberangaben und Wikimedia Commons. Jedes Foto trägt Urheber- und Lizenznachweis am Bild.

Wenn eine Information nicht aus einer offen lizenzierten Quelle, einer benannten Betreiberauskunft oder einer Vor-Ort-Beobachtung stammt — taucht sie hier nicht auf.

— Dalbi-Redaktionsprinzip

Wo wir mit Betreibern direkt reden, halten wir das fest. Wo eine Beobachtung von uns kommt (Anlegung, Foto, Gespräch am Pegel), steht das auch dran. Wer den Standort eines Anlegers überprüft sehen will oder Fehler gefunden hat: bitte eine kurze E-Mail.

Warum zweisprachig

Wasserwanderer aus den Niederlanden, Dänemark, Polen, Tschechien, Frankreich kreuzen regelmäßig die deutschen Binnenwasserstraßen. Die App ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Das Logbuch ist es auch — jeder Beitrag liegt unter einem translationKey, der die deutsche und englische Fassung verknüpft. Ein Klick auf das Sprachfähnchen im Kopf führt zum englischen Pendant, ohne Umweg über die Startseite.

Was nicht passiert

  • Kein Newsletter. Wer Beiträge mitlesen will: der RSS-Feed liegt unter /de/blog/rss.xml und liefert das Logbuch im offenen Format.
  • Keine Affiliate-Links zu Bootszubehör, keine gesponserten Anleger-Empfehlungen, keine “Top 10”-Listen, die in Wahrheit eine Werbung sind.
  • Keine fertigen Routenpakete zum Kauf. Die Routing-Logik in der App reicht und ist offline; das Logbuch erklärt sie, verkauft sie nicht.

Wie es weitergeht

Der erste inhaltliche Beitrag ist eine Erklärung der Gelbe-Welle-Zertifizierungskriterien — die wichtigste Information dazu liegt nur als PDF auf der DTV-Webseite, und die Form macht es Leuten unnötig schwer, sie zu finden. Sie liegt jetzt hier im Logbuch. Im Juni folgt der erste Anleger-Beitrag — voraussichtlich Mosel, dann Spree und Müritz. Alle Beiträge erscheinen auf Deutsch und Englisch.

Die App ist im App Store verfügbar. Google Play folgt, sobald die Listung freigegeben ist.